Praxisphilosophie

Praxis

Philosophie

In unserer Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) vertreten wir einen komplementärmedizinischen Ansatz. Unsere Behandlung nach TCM-Kriterien erfolgt somit nicht statt, sondern ergänzend zur Schulmedizin. Entsprechend sehen wir unsere Patienten sowohl aus dem östlichen wie dem westlichen Blickwinkel. Die moderne Diagnostik ist dabei unverzichtbar, entsprechend eng arbeiten wir mit den Hausärztinnen und Hausärzten sowie den fachärztlichen Praxen zusammen. Die Ansätze aus der östlichen und westlichen Medizin können in der Regel gut miteinander kombiniert werden.

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Seit den 90er Jahren befasse ich mich intensiv mit der TCM. Mit Beginn des Jahres 2006 ließ ich mich mit dem Tätigkeitsschwerpunkt TCM in Hessen privatärztlich nieder. Bis März 2020 führte ich diese Praxis, so dass ich auf eine langjährige Erfahrung mit vielen Tausend Behandlungen zurückblicken kann.

Die TCM verstehe ich in erster Linie als komplementärmedizinisch, also als Ergänzung der schulmedizinischen Behandlung, idealerweise in enger Kooperation mit den schulmedizinischen Kolleginnen und Kollegen. Westliche und östliche Behandlungsweise konkurrieren nicht miteinander, sind vielmehr meist ausgezeichnet kombinierbar. Für die Schulmedizin wie für die TCM heißt die Zielsetzung, das bestmögliche Ergebnis für die Patienten zu erreichen. In einigen Punkten unterscheiden sich jedoch die  westliche und östliche Herangehensweise voneinander: Während zum Beispiel für die Schulmedizin der Befund absolut wegweisend ist, werden die vorhandenen Befunde von der TCM zwar selbstverständlich mit einbezogen, doch ist für die chinesischen Diagnostik allem voran das Befinden von äußerst wichtiger Bedeutung. Folglich werden die Modalitäten der Beschwerden sehr ausführlich mit den Patienten besprochen, z.B. wann sie auftreten, wie sie sich anfühlen, wodurch sie sich bessern oder verschlechtern.

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass in der TCM die emotionalen Faktoren eine wichtige Rolle spielen, also emotionale Belastungen wie Sorge, Grübeln, Trauer, Angst, Stress etc. Nach den Erkenntnissen der TCM können solche Belastungen Störungen und Erkrankungen sowohl begründen wie bestehende Beschwerden verschlechtern, und zwar umso mehr je ausgeprägter sie sind. Das Gespräch über die emotionale Befindlichkeit ist deshalb ein integraler Bestandteil der chinesischen Diagnostik. Hierin sind sich die TCM und das westliche, noch relativ junge Konzept der Psychosomatik nahe. Die TCM geht über das Darüber-sprechen hinaus indem sie die Möglichkeit eröffnet, in der Therapie direkt auf die emotionale Ebene einzuwirken. Sowohl die Akupunktur wie die Heilkräutertherapie bieten z.B. Behandlungsansätze, etwa zur Sedierung, zur Angst-Lösung oder zur Stimmungsaufhellung.

Ergeben sich beim Erstgespräch Hinweise auf eine schwerwiegende Erkrankung, die mit den Methoden der TCM nicht adäquat behandelt werden kann, werden die Patienten darauf hingewiesen, umgehend bei ihrer Hausarzt- oder betreuenden Facharztpraxis vorstellig zu werden, falls dies bisher nicht geschehen ist.